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23 Nov 2009

Sport mit Behinderung

Geschrieben von Bernd um 18:40 Uhr

Im “Runners World” Forum gibt es derzeit eine Diskussion über das Laufen mit Behinderung. In dieser Diskussion wurde festgestellt das es nur sehr wenige behinderte Läufer gibt. Bei den Deutschen Behindertenmeisterschaften gibt es bei 5 und 10 km Lauf demnach ganze 20 Teilnehmer. Das dürfte mit den hohen Belastungen zu tun haben. Außerdem ging es auch darum das es wegen der vielen unterschiedlichen Behinderungen auch viele verschiedene Leistungsklassen gibt.

Mich hatte dieses Thema angesprochen, denn auch bei mir liegt eine leichte körperliche Behinderung (Bewegungsstörung) vor. Dadurch ist für mich beispielsweise Laufen nur mit einer Höchstgeschwindigkeit möglich die deutlich unter den Möglichkeiten nicht behinderter Leute liegt. So ist der 5:09 Minuten pro Kilometer Schnitt den ich vor kurzem gelaufen war, meiner Höchstgeschwindigkeit schon nahe gekommen. Ich kann vielleicht kurze Strecken noch einen Tick schneller laufen, aber da ist dann auch das Ende der Fahnenstange erreicht. Außerdem wirkt sich die Behinderung auf die Geschicklichkeit der Hände aus, Handwerk scheidet daher für mich als Beruf aus.

In der Schule war es eine große Belastung, denn dort kam es nur auf Leistungsvergleich an. Einer wie ich, der von den Lehrern durch Sätze wie “Du bist der Schlechteste” demotiviert war, der nicht nur behindert sondern zudem noch vollkommen unsportlich war, so einer hatte es verdammt schwer mit nicht behinderten Mitschülern vergleichbare Leistungen zu zeigen. Das war praktisch unmöglich und die Drohung mit 6 und sitzen bleiben wegen Sport brachte ihr übriges. Aber mir fiel eben nicht nur Sport in der Schule schwer sondern auch Werken (Holzarbeit) und Kunst, alles was mit den Händen gemacht wurde. So brauchte ich nach dem Ende viele Jahre bis ich angefangen hatte mit ein wenig Sport.

Ich finde es schön das es heutzutage den Behindertensport mit erstaunlichen Leistungen gibt. Jedoch bekommt man in der Öffentlichkeit kaum etwas davon mit. Die Behinderten haben ihre eigenen Meisterschaften und die Paralympischen Spiele wo es jedoch nur wenig Interesse an gibt. Positiv war, das bei den Paralympischen Spielen 2008 in Peking das Fernsehen endlich mal mehr gezeigt hat als nur kurze Zusammenfassungen in den Nachrichten. Vielleicht könnte man dort wo es möglich wäre mal die Behinderten bei den nicht Behinderten integrieren. Warum sollten nicht mal Läufer mit Prothesen oder Blinde bei Olympia starten können? Es könnte eine breite motivierende Wirkung haben.

Ich war jedenfalls darüber erfreut, das dieses Thema in dem Forum angesprochen wurde und das dort sogar behinderte Läufer schreiben. Hatte ich damals demotiviert von der Schule jeglichen Sport abgelehnt versuche ich jetzt im Rahmen meiner Möglichkeiten aktiv zu sein. Meine Abneigung gegenüber Wettkämpfen hat nicht nur mit der Erinnerung an das ewige letzter sein in der Schule zu tun sondern auch mit den durch die Behinderung gegebenen Einschränkungen. Es ist für mich keine Selbstverständlichkeit das ich an einem Wettkampftag auch im 5:09 er Schnitt laufen würde, vielleicht klappt es gerade an dem Tag nicht. Wenn ich dann merke das ich nur überholt werde und irgendwann dann keiner mich mehr überholt und wenn ich dann nach hinten schaue, da weit und breit keiner mehr zu sehen ist, dann hätte ich keine Lust ins Ziel zu laufen. Mir wäre dann ein “DNF” lieber als Letzter zu sein. Es wundert mich auch nicht wenn Behinderte bei Volksläufen fernbleiben, wer läuft schon gerne hinterher.
Vorsichtshalber verzichte ich auch darauf längere Strecken als 12 km zu laufen, eine Überforderung will ich nicht riskieren. Auf dem Rad habe ich diese Bedenken nicht, da fühlen sich die Bewegungen für mich schonender an als beim Laufen.

Es ist jedenfalls ein Thema zu dem ich mich gerne äußere, eine Gelegenheit auch einige Worte über mich zu schreiben.

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17 Kommentare

30 Okt 2008

Sportmotivation?

Geschrieben von Bernd um 18:54 Uhr

Angeregt durch ein Thema aus dem Laufforum und einem langen interessanten Beitrag dort, habe ich mir nun auch mal einige Gedanken darüber gemacht, was mich eigentlich dazu motiviert mich zu bewegen und ob meine Herkunft darauf einen Einfluss hat.

Herkunft?
Meine Eltern haben mit Sport nicht viel im Sinn. Was sie körperlich unternehmen beschränkt sich auf 2x wöchentlich etwas Schwimmen und bei meinem Vater 1x im Monat Kegeln. Somit gibt es aus meiner Herkunft Ich halte mich selber auch nicht für so richtig sportlich… ;) weiter…

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