Spätsommer auf dem Land,

Die Sonne lachte heute bei blauem Himmel, der Spätsommer zeigte seine ganze Pracht. Ich hatte heute den freien Nachmittag die Gelegenheit die Pracht des Spätsommers bei einer Tour zu genießen.

Gegen 14 Uhr ging es los, zuerst in Richtung Volksdorf und dann aus Hamburg hinaus nach Hoisbüttel einem Ortsteil von Ammersbek, von dort aus ging es dann entlang einer Landstraße nach Ahrensburg. Weiter ging es erst durch Ahrensburg und dann nach Großhansdorf. Dort kam ich dann an dem Mühlenteich vorbei.

Weiter ging es dann den Beimoorweg immer geradeaus. Die Straße führte durch einen Wald, den Staatsforst Trittau obwohl ich gar nicht in Trittau war. Auf der Strecke durch dem Wald war die Straße nicht geteert. Es war dort auch nur sehr wenig Verkehr also eine ganz ruhige Strecke. Es ging immer weiter gerade aus bis ich an eine Landstraße mit viel Verkehr herangekommen war. Dort bin ich dann gleich in die nächste ruhige Nebenstraße abgebogen. Wieder ging es entlang von Feldern, schließlich kam dann eine Brücke über die Autobahn (A1 nach Lübeck) hinter der Autobahn kam ich dann in die “alte Heimat” von meinem Vater, nach Todendorf.

Der Name Todendorf klingt irgendwie unheimlich nach “Tod”, jedoch hat der Name nichts mit dem Tod zu tun sondern könnte, so vermutet Wikipedia, von dem Namen “Todo” kommen. Dort in Todendorf hatte mein Vater als Kind gewohnt. Wäre die Familie dort nicht zur richtigen Zeit gewesen, dann hätte es ihn heute nicht gegeben und mich dann auch nicht, denn er hätte den Krieg nicht überlebt. Er hatte davon schon so manches mal erzählt. Eigentlich wohnte die Familie in Hamburg. Im Krieg gab es nun mehrere Luftangriffe auf Hamburg, beim ersten Angriff war die Familie unbeschadet im Bunker, den zweiten Angriff hatten sie verschlafen und dabei Glück gehabt. Beim dritten Angriff wurde in der Gegend wo seine Familie wohnte alles dem Erdboden gleichgemacht. Jedoch war die Familie (seine Mutter, Schwester und er) zu dem Zeitpunkt wo der Angriff stattfand in Todendorf. Dort hat er den Krieg dann unbeschadet überlebt. Eines der wenigen Dinge die er als kleines Kind dort mitbekommen hat war ein vom brennenden Hamburg glutroter Nachthimmel. Er wohnte dort in Todendorf in einer Holzbaracke. Von dort aus ging er auch zur Schule. Es wurde dann noch eine schöne Kindheit, die er im zerbombten Hamburg wohl nicht so gehabt hätte.

Das ist nun eigentlich kein Thema für einen Bericht über eine Tour an einem wunderschönen Spätsommertag, aber wenn es in die “alte Heimat” meines Vaters geht, dann gehört dieses Thema dazu.

Es ging dann durch Oetjendorf und Hoisdorf zurück nach Großhansdorf. Dann folgte der Rückweg über Ahrensburg und schließlich über die Betonpisten auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Höltigbaum ging es dann wieder rein nach Hamburg und durch Rahlstedt zurück nach Farmsen.

Eine wirklich schöne Tour an einen ebenso schönen Tag. Diese Tour in die alte Heimat meines Vaters war zugleich die längste Tour ohne Pause die ich bisher unternommen habe. Also hatte ich Heute auch noch einen persönlichen Rekord aufgestellt und das bei dem warmen Wetter. 8)

Nachmittagstour am Dienstag

Distanz : 59,16 km
Zeit: 3:00:44
Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,64 km/h
Kilometerschnitt “Pace”: 3:03 Minuten pro km
Temperatur: 27 °C

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6 Antworten auf Spätsommer auf dem Land,

  1. Herzlichen Glückwunsch zu der großen Tour und dann noch mit so schönen Fotos … toll! Gerade diese traumhaften Spätsommertage haben so etwas unheimlich schönes, nicht zu heiß und trotzdem wunderbar sonnig :)

    • Bernd sagt:

      @Julia
      Es war gestern wirklich sehr schön und heute ist es bis jetzt auch wieder schön. Ich habe aber nichts dagegen wenn sich der Spätsommer jetzt verabschieden würde, dann wird mir das Laufen wieder leichter fallen.

  2. Evchen sagt:

    Ganz ehrlich, bei so vielen Radkilometern am Stück würde mir der Hintern abfallen. *lach* Der tut mir eh sehr schnell auf`m Fahrrad weh.

    Ich finde unsere Geschichte so spannend und noch von jemanden zu lesen, der auch den zweiten Weltkrieg hautnah mitbekommen hat… Das gehört nun mal zu uns dazu und gehört deshalb auch erzählt.

    • Bernd sagt:

      @Evchen
      Am Anfang tat mir der Hintern auch weh auf dem Rad, das ist inzwischen aber vorbei da ich mich daran gewöhnt hatte.
      Mein Vater hatte den Krieg miterlebt, als Kleinkind. Es sollte eine Warnung sein damit heute oder in Zukunft hier keiner mehr so etwas erleben muss.

  3. Feuerpferdle sagt:

    Wow, fast 60 km, das ist eine ordentliche Strecke… Da könnte ich danach vermutlich nicht mehr sitzen… ;)

    Das Wetter derzeit ist herrlich, nur gestern Nachmittag, da war’s mir dann deutlich zu warm… Laut Wetterbericht 29°C, in Wirklichkeit mal wieder 35°C… ;)

    • Bernd sagt:

      @Feuerpferdle
      Ich habe mich da inzwischen dran gewöhnt, deshalb tut es beim Sitzen auch nicht mehr weh. Gestern war es wirklich wunderschön. Die 29° waren hier gestern auch.